Wie Lazytown auf Chrystal Meth: Jessica Lea Mayfield

Jessica Lea Mayfield

 
Ich bin raus für die Woche und lass euch mal mit Jessica Lea Mayfield allein. Die Lady, die aussieht, wie Stephanie aus Lazy Town auf Crystal Meth, macht auch eben solche Musik – total druff, leiernde, schleppend-verpennte Grunge-Gitarren und eine absolut lakonische Stimme plus jede Menge Glitter und kaputte Neonoptik. Ich mag das alles, sehr. Allein für den Gitarrensound könnt ich sterben. Und überhaupt hab ich mich ein bißchen verliebt.

Unten gibts noch das komplette Album “Make my head sing”, leider leider leider sind alle neueren Videos von ihr in Deutschland gesperrt; dabei sind die sehr sehenswert, weil sie das Bild der kaputten Pop-Lady erst komplett machen. Falls ihr nen Proxy verwenden könnt (ich gehe davon aus) sind unten noch die Links dazu. Ansonsten gibts ein paar Songs auf Soundcloud, noch viel mehr findet ihr auf Spotify. Zündet euch einen an und ab damit. Wir sehen uns.

>> No Fun (Live)
>>I Wanna Love You
>> Standing In The Sun

Der Weltmeister im Schweinequieken.

Ohne weitere Umschweife und (aufgrund fehlenden Fachwissens) vor allem ohne weitere Erklärung präsentiere ich hiermit: Noël “Nono” Jamet, den Weltmeister im Schweinequieken aka Pig Squealing. Ich meine, als wenn ein Schweinekostüm samt Zitzen nicht schon genug wäre, aber als der gestandene Mann dann die Geburt eines Schweines mit dem ganzen Körper inszeniert hat… da wusste ich dann auch nicht mehr weiter. Ich nehme das einfach so hin. Und man beachte auch, dass er der Weltmeister ist. Sprich es gibt einen Wettbewerb um diesen Titel. Und im Hintergrund steht gleich der Nächste, um es zu probieren. WTF ist da eigentlich los?

(via Dangerous Minds)

Energie durch Palme wedeln: Das Wankband

wankband

Endlich mal realitätsnahe Wearables: Pornhub bastelt grade am Wankband, einen Armband mit dem ihr per Auf und Ab Energie erzeugt und so eure Telefone aufladen könnt. Schade, dass der Clip sich in erster Linie auf Männer bezieht, obwohl er am Ende noch ganz knapp einlenkt. Aber wie dem auch sei – für mehr Wichs-Energie!

Hier könnt ich euch für den Beta-Test eintragen. Ich hab das grade mal gemacht.

HD-Fluids interaktiv im Browser: Aquacrush

Aquacrush

Aquacrush ist eine semi-interaktive, dafür aber optisch hübsche Spielerei im Browser von Alex Tyson and Adam Ferriss, in der ihr zu eher einfacher Musik mit Füssigkeitseffekten herumspielen könnt. Beeindruckend dabei ist nicht in erster Linie die Möglichkeit dessen, sondern die mittlerweile wirklich brauchbare Qualität solcher Effekte. Finde ich.

(via Prosthetic Knowledge)

fcc net neutrality

>> [Heise] US-Regulierer FCC verabschiedet starke Regeln zur Netzneutralität

Daran hab ich ja schon fast nicht mehr geglaubt. Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat sich deutlich und nachdrücklich gegen ein Zwei-Klassen-Internet ausgesprochen und damit der Netzneutralität einen wichtigen Dienst erwiesen. Es scheint so, als wenn die großen Anbieter nochmal versuchen werden, gegen das Urteil vorzugehen, aber erstmal steht das so.

Die Federal Communications Commission (FCC) hat sich am Donnerstag nachdrücklich gegen ein Zwei-Klassen-Internet ausgesprochen. Die US-Regulierungsbehörde hat ein neues Rahmenwerk verabschiedet, das die Netzneutralität für das leitungsgebundene und das mobile Breitband-Internet festschreibt. Providern wird es damit untersagt, legale Inhalte, Anwendungen oder Dienste zu blockieren oder auszubremsen. Zudem dürfen sie keine Mautstellen auf der Datenautobahn einrichten, ab denen Internetverkehr gegen Entgelt quasi auf einer Schnellspur bevorzugt weitergeleitet würde.

Weiterlesen →

Musik-Demos auf dem Super Nintendo: elix

Ich schieb mal noch einen Post über Retro-Gaming und Hardware-Hacking nach: vielleicht ist cTrix ja jemandem ein Begriff; besagter Musiker beschäftigt sich seit etlichen Jahren schon damit, das Mögliche und und Unmögliche aus alten Konsolen zu holen, meistens macht er Musik. Eben der hat sich jetzt mit jemandem namens ferris zusammengetan und das Projekt elix gegründet, in dem sie versuchen, Musik auf dem SNES zu bauen, die dann komplett vom Cartridge aus läuft. Alles nach dem Credo “THIS IS JUST THE BEGINNING OF WHAT WE CAN DO ON F*CKING SUPER NINTENDO”.

Oben seht ihr zwei Tracks, und die sind vor allem verbunden mit den Grafiken schon ziemlich geil, zumal auf einer Konsole, die mittlerweile 25 Jahre alt ist. Unten gibts noch ein kleines Erklärvideo zu Sounds und Sampling aufm SNES. Und weils so schön ist, gibts darunter noch ein Video von cTrix aufm Blip Festival 2011 samt einem DIY-Konsolen-Gitarren-Keyboard. Und wenn möchte (und kann), dann kann man sich hier die Demo runterladen, die selbst aufn Cartridge flashen und zuhause abspielen.

(via Destructoid)

Insektoide Statistik als Game: Swarm Simulator

swarm simulator

Yeezus, das ist wirklich ganz schön schlimm: Der Swarm Simulator macht, was Candy Box vorher auch schon gemacht hat. Zahlen generieren, um noch mehr Zahlen zu generieren, um dann noch mehr Zahlen zu generieren. Nur dieses mal nicht mit Candy, sondern mit Bienen. Und wenn ich mir die weiteren Achievements so ansehe, dann wird das jetzt erstmal ne Weile hier laufen. “I Wanne Be The Very Nest”. Das Spiel hat mich voll im Griff.

(Thx für die neue Droge, Ti_Leo!)

“Item Abuse” – Das schwerste Level in Super Mario World durchgespielt

Zugegeben, von den Millionen von Rom-Hacks und Fankreationen von Super Mario World auf dem SNES bekomm ich nur selten was mit. Oder anders gesagt, es interessiert mich tatsächlich nicht so sehr oft, obwohl ich großer Fan des Spiels bin und das auch gefühlte hundert Mal durchgespielt habe.

Deswegen kannte ich die Kreation “Item Abuse” auch noch nicht. “The Hardest Super Mario World Level In Existence”, wie es von den Machern & Spielern bezeichnet wird. Und eben dieses hat der Spieler namens Pangea durchgezockt – was in der Tat ein gepflegtes WTF?! wert ist.

Und wo wir schon beim Thema sind, das kam mir neulich auch noch unter, irgendwie hab ichs dann aber doch nicht gepostet: Ein Dude namens SethBling stellt einen Rekord im gleichen Spiel auf, dieses Mal aber auf dem echten Cartridge und mit Hilfe eines äußerst komplizierten Sprite-Glitches im ersten Level. Irgendwie schreibt der Mensch den Code wärend des Spiels durch die Platzierung von Sprites nach bestimmten X- und Y-Koordinaten um und glitcht dadurch direkt zu den Credits. Manche Menschen, ey.

(via Ti_Leo)

  • Veröffentlicht in: Games

>> [The Intercept] The Great Sim Heist | How Spies Stole The Keys To The Encryption Castle

AMERICAN AND BRITISH spies hacked into the internal computer network of the largest manufacturer of SIM cards in the world, stealing encryption keys used to protect the privacy of cellphone communications across the globe, according to top-secret documents provided to The Intercept by National Security Agency whistleblower Edward Snowden.

Gestern sah ich das erste Mal “Citizenfour” und war mehr als geplättet. Die einzig logische Reaktion war Recherche – Artikel suchen, Informationen aufsaugen, Wissen nachholen. Denn ob ich das wollte oder nicht, Ed Snowden und der größte Überwachungskandal der Menschheitsgeschichte ist irgendwann im Laufe der Zeit einfach zur Randnotiz verkommen. Und was mir beim Lesen besonders im Kopf blieb, war ein Satz, den Edward Snowden im ersten ausgestrahlten Interview sagt, ziemlich am Ende: “The greatest fear that I have regarding the outcome of these disclosures is that nothing will change.”

Das war vor zwei Jahren. Und was sich geändert hat, ist die öffentliche Wahrnehmung des Themas, das schon. Aber, zumindest meiner Empfindung nach, sieht man keinen ernstzunehmenden Anlauf, etwas an den bestehenden Machtstrukturen zu ändern. Ganz im Gegenteil, Politiker vieler Länder (inkl. Germany) schießen eher noch gegen die Bevölkerung und fordern mehr Überwachung. Und im krassen Kontrast dazu blubbern in schöner Regelmäßigkeit weiterhin aus dem Fundus der Snowden-Leaks gespeiste Details aus dem Überwachungssumpf ans Tageslicht, eines schlimmer als das nächste. Wie etwa der Hack des weltweit größten Sim-Karten-Herstellers Gemalto durch die NSA & GCHQ.

Und weißte, welchen Eindruck ich habe? Dass wir uns einfach daran gewöhnt haben. Und dass wir kaum mehr über die Headline hinaus ernsthaft schockiert sind, wenn solche Schlagzeilen auftauchen. Die Erwartungshaltung hat sich bereits soweit angepasst, dass sie in Resignation umgeschlagen ist. Vor zwei Jahren wäre es noch undenkbar gewesen, ein Explosion in der Presse, wenn all unsere Telefone gehackt wurden. Man erinnere sich an Apple und deren Tracking. Jetzt ist sowas bereits im Bereich der Möglichkeiten eingeplant und damit irgendwie auch nicht ganz so schlimm. Und you know what? Das ist genau, was die wollen. Einmal im Jahr auf die Straße, ansonsten stillschweigende Akzeptanz. Oder wenn schon keine Akzeptanz, dann halt Ignoranz. Hauptsache passiv.

Mann gegen Twitterbot: Jon vs. Jon

Ist zwar schon von 2012, aber das machts nicht weniger interessant: Der Guardian-Reporter Jon Ronson findet einen Twitter-Bot mit seinem Namen und seinem Foto. Er bittet die Betreiber, den Bot vom Netz zu nehmen, die Betreiber sagen nope. Also möchte er sich mit ihnen treffen und mit ihnen reden und hat dabei ne Kamera bei. Und wie die drei Dudes dann weiterhin verneinen, den Bot runterzunhmen, vor allem mit welch kackdreisten Scheinargumenten und Worthülsen sie einfach den Fragen ausweichen, das spottet jeder Beschreibung. Und wie hilflos Jon vor diesen drei Menschen sitzt, die zu keiner Sekunde auch nur irgendein Interesse an seiner Privatsphäre haben. Da bin ich beim zusehen richtiggehend wütend geworden, was mir tatsächlich nicht oft passiert.

Der Beitrag stammt aus der Serie Escape & Control, die ebenso von Jon Ronson gemacht wird und sich genau mit solchen Clashs aus Internet & Real Life™ beschäftigt. Sehr sehenswert!

In this upcoming documentary series, internationally acclaimed journalist and filmmaker Jon Ronson (Adventures with Extremists, The Men Who Stare At Goats and New York Times Bestseller The Psychopath Test) turns his attentions to the Internet.

(via fefe)